Los Krachos 2013

© Bernhard Rehle

Nach einjähriger Pause war es wieder soweit. Los Krachos 2013 stand vor der Tür. Nach langwieriger Vorarbeit in den vergangenen Monaten, in denen einiges organisiert und etliche Behördengänge erledigt werden mussten – das Drama ums Plakatieren nicht zu vergessen – ist das lang erwartete Wochenende nun gekommen und der Aufbau konnte beginnen.
Freitags sollte wie jedes Jahr DJ Nick das Original auflegen und am Samstag waren wieder die Troglauer Buam mit den Freibierlätschar als Vorband am Start.

Los Krachos 2013 Flyer

Los gings am Mittwoch den 14. August:
Um 17 Uhr haben sich die ersten Helfer am Pfeifenclubstadel getroffen, um mit einigen Wagenladungen alles notwendige, wie z.B. die Bar, Holzplatten, Deko, Werkzeug und diverse weitere benötigte Dinge, zum Wertstoffhof zu transportieren.
Währenddessen konnte bereits mit dem Ausräumen des Wertstoffhofs begonnen werden, nachdem die offizielle Öffnungszeit vorüber war. Aufgrund des neu gebauten Stadels, in dem vieles, was ansonsten im Wertstoffhof stand, eingelagert war, ging das Leerräumen dieses Mal vergleichsweise zügig vonstatten. Lediglich die Container mussten rausgebracht und ein bisschen zusammengekehrt werden.
Anschließend war der Aufbau der Bar an der Reihe, von der die beiden großen Mittelteile wegen dem vorrangegangenen Dorffest zum Glück schon vorhanden waren und damit nur noch an die richtige Position gerückt werden mussten.
Mit Musik und ausreichend Verpflegung in Form von Landjäger, Semmel und reichlich Getränken aller Art ließ es sich hervorragend arbeiten und mit 22 Helfer sind wir gut vorangekommen.
Am Abend war das erste Etappenziel erreicht: Der Wertstoffhof war weitgehend fertig hergerichtet. Die Bar war aufgestellt und mit Lichterketten und Strohhüten geschmückt. Auch die Toilettenwagen waren schon an Ort und Stelle.
Daher ist es nicht verwunderlich, dass am Tagesende alle bestens gelaunt und zufrieden, weil alles gut geklappt hat, bei Brotzeit und Hoigata bis ca. 22 Uhr zusammengestanden sind.

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Am nächsten Tag, einem Feiertag, gings weiter:
Heute sollte das Zelt in Angriff genommen werden. Da Donnerstag ein Feiertag war und vielleicht auch wegen des guten Wetters mit viel Sonnenschein und angenehmen Temperaturen, waren ganze 30 Pfeifenclubmitglieder zum Helfen gekommen, die aber auch nötig waren, weil an dem Tag der Großteil erledigt werden sollte und es daher noch vieles abzuarbeiten gab.
Treffpunkt war um halb acht Uhr morgens. Anschließend haben wir auf die Ankunft des Zeltes gewartet.
Um ca. 8 Uhr traf der Zeltmeister mit LKW und Zelt am Wertstoffhof ein und so wurde gleich mit dem Abladen begonnen. Mit den vielen Leuten ging das Aufstellen des Bierzelts schnell vonstatten, es stand bereits um 10 Uhr.
Mittags sind alle bei Leberkäse zusammengesessen.
Obwohl das Zelt so schnell aufgestellt war, gab es noch sehr viel zu erledigen, so dass sich der Tag noch bis zum Abend hingezogen hat. Wie geplant war die Hauptarbeit gemeistert und Zelt mit Bühne, Klos, Küche, Bauzaun, Kassenhäuschen, usw. waren fertig.
Nach getaner Arbeit gab es ein gemütliches Beisammensein im Küchenzelt mit dem extra geholten Durchlaufkühler, bis um ca. 19 Uhr der wohlverdiente Feierabend gekommen war.

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Freitags war schließlich Tag 1 des Festes da:
Das Wetter war, wie das komplette Wochenende über, wieder sehr gut.
Da bereits der Großteil geschafft ist, mussten nur noch kleinere Dinge, wie beispielsweise die Hugobar oder der Weizenwagen aufgebaut und natürlich überall sauber gemacht werden.

Treffpunkt für die Helfer war abends gegen ca. 19 Uhr. Dort gab es dann bereits für die Küche den ersten Einsatz um sich zurechtzufinden und warm zu werden, denn viele Helfer wollten vor dem Einlass noch etwas zu sich nehmen. Heuer gab es Gyros im Fladenbrot, Grillwurst & Schweinsbratwürste im Semmel, Käsesemmel, Landjäger und Kaffee & Cappuccino zur Auswahl.
Um ca. 20:15 Uhr sollten sich schließlich alle am Weizenwagen einfinden, wo die Helfer noch eine kurze Einweisung und ein paar Hinweise zum Ablauf des Wochenendes bekamen, z.B. welche Farbe die Eintrittsbänder an den beiden Tagen haben oder wann das Helferfest stattfindet.
Danach verteilten sich alle auf ihre jeweiligen Posten und warteten auf die ersten Gäste, welche nur allmählich eintrudelten. Im Laufe des Abends sind zwar noch viele gekommen, alles in allem sind aber leider weniger Besucher als erhofft bzw. erwartet da gewesen, womit es für uns nicht allzu viel zu tun gab. Insgesamt waren es ungefähr 600. Warum das so war konnten wir uns nicht so recht erklären, zumal an dem Wochenende keine anderen Veranstaltungen in der näheren Umgebung stattfanden und man sich kein besseres Wetter hätte wünschen können. Es wurde nicht einmal eine Heizung im Zelt benötigt. Eventuell mussten viele am Samstag arbeiten oder wollten lieber am Samstag statt am Freitag kommen.
Ansonsten verlief die Nacht weitgehend reibungsfrei, ausgenommen von einer kleinen Schlägerei an der Bar, bei der einer der Beteiligten selbst die Polizei gerufen hatte, obwohl die Verletzung überhaupt nicht der Rede wert gewesen ist. So wurde unnötiger Ärger hervorgerufen und die ganze Sache stand dann auch noch als kleiner Bericht in der Zeitung.
Manche Helfer konnten schon um 2 Uhr morgens ihren Dienst beenden und zum Schlafen nach Hause gehen. Allerdings mussten sie dafür um halb acht schon wieder zum Aufräumen antreten.

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Somit gings für einige am Samstagmorgen schon wieder rund:
Bei der Ankunft wurden sie von der Zeltwache und weiteren Helfern begrüßt, die die Nacht durchgemacht hatten, nun an einer Bierzeltgarnitur im Küchenzelt saßen und noch die ein oder andere Flasche Schnaps vernichtet haben, bis sie um 10:30 Uhr zum Frühstück eingeladen waren.
Zwischenzeitlich wurde das Gelände mit Besen gesäubert und der Müll entsorgt. Des Weiteren wurde der Parkplatz inspiziert, die Hugobar versetzt, das ganze Zelt aufgestuhlt und weitere Vorbereitungen getroffen.
Das Wetter war wieder einwandfrei und so hat es gut gepasst, dass es nachmittags für die Kinder Eiscreme zu essen gab.

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Mit den ca. 11 hundert Gästen ist an dem Tag zum Glück um einiges mehr los gewesen. Ab 19:30 Uhr wärmten die Freibierlätschar die Stimmung an, bis um 22 Uhr die vom Publikum sehnsüchtig erwarteten Troglauer die Bühne betraten und den Feierwütigen so richtig einheizten. Die Atmosphäre war um einiges besser als am Vorabend. Alle sind auf den Bierbänken gestanden, haben mitgemacht, mitgesungen und waren einfach nur sau gut drauf!
Hinzu kommt, dass sich die anwesenden ‚Pfeifenclubkinder‘, welche sich bereits im Vorhinein schon riesig auf Los Krachos und damit natürlich besonders auf die Troglauer Buam gefreut hatten, ebenfalls voll auf ihre Kosten gekommen sind. So haben einige einen Platz in der ersten Reihe ergattert und fleißig mitgetanzt. Davor konnten sie von den Troglauern noch eifrig Autogramme sammeln, z.B. als sie in der Küche kurz einen kleinen Happen zu sich nahmen. Danach haben sie jedem voller Stolz ihre Pappteller mit den Unterschriften herumgezeigt.
Damit die Bedienungen dieses Jahr den Gästen auch Weizen anbieten konnten, wurden 6 sehr schöne und gut gelungene Traggestelle für jeweils 8 Weizengläser in 5-tägiger Kleinarbeit angefertigt, die gute Dienste leisteten und auch den Gästen positiv aufgefallen sind.

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Der Sonntag ist angebrochen und:
wie gestern ging die Sperrstunde bis 3 Uhr. Nachdem die Troglauer mit ihrem Programm bereits um 2 Uhr fertig waren und anschließen bald das Licht angemacht wurde, haben sich viele auf den Heimweg gemacht oder sind noch an die Bar für einen letzten Absacker. Währenddessen wurde bereits kräftig abgebaut und die Bierbänke samt Tische zusammengeklappt und in den Gestellen verstaut. Und so war schon einiges geschafft, als um 5 Uhr morgens schließlich die letzten hartgesottenen Feiernden das Fest verließen.
Die Bierzeltgarnituren, Bühne, Küche und einiges mehr waren bereits abgebaut, als bald darauf die erste kurze Pause eingelegt wurde. Nach ein paar weiteren Stunden Arbeit wurde um ca. 8 Uhr ein Frühstück mit Weißwürsten und Wiener eingelegt, bis der Zeltmeister gegen 9 Uhr kam und mit dem Zeltabbau begonnen werden konnte, der sich bei den immer wärmer werdenden Temperaturen des anbrechenden Tages ziemlich mühsam war und jedem noch mal Alles abverlangte. Glücklicherweise bekamen wir Unterstützung von der Bidinger Musik, da wir für sie im Gegenzug beim Dorffest Zeltwache hielten. Als dies erledigt und der Wertstoffhof um 11:30 Uhr endlich wieder eingeräumt war, brauchten alle eine Verschnaufpause.

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Nun hat sich jeder auf einen der Höhepunkte des Fests gefreut und wir haben uns um 12:30 Uhr bei der HCB Hütte am Weizenwagen eingetroffen und das Wochenende bei dem perfekten Wetter gemütlich ausklingen lassen. Die 7 bestellten Partypizzen schmeckten gut und waren deswegen im Nu verzehrt.
Auch das Stiefelsaufen aus einem verschwitztem Schuh sollte nicht unerwähnt bleiben. Trotzdem forderte das lange Wachsein seine Opfer, so konnten einige ihre Augen einfach nicht mehr offen halten und sind immer wieder eingeschlafen, was natürlich von den anderen nicht lange unbemerkt blieb und schamlos zu witzigen Fotoshootings ausgenutzt wurde.
Bis 19:30 Uhr wurden es deutlich weniger, als sich die Verbliebenen nochmal 3 Partypizzen bestellten.

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Schließlich kam einem der 13 Verbliebenen ein Einfall. Wiso nicht mit dem Weizenwagen zur Meisterparty vom Christoph fahren und ihn überraschen? Gesagt, getan. Nachdem um ca. 21 Uhr alles zusammengeräumt und die Seitenwände geschlossen waren, haben wir den Weizenwagen am Unimog angehängt und sind losgefahren.
Unter der ganzen Fahrt wurde ausgelassen und laut gesungen und jeder hat sich schon auf die Ankunft und die überraschten Gesichter gefreut. Zunächst galt es allerdings einen Zwischenstopp am Wertstoffhof einzulegen und zwei weitere Bierfässer aufzuladen. Dort wurde auch noch ein kurzes Lied einstudiert, das bei der Ankunft vortragen werden sollte.
Danach gings weiter und trotz dem schweren Weizenwagen wurde die Königsrieder Steig bis zum neuen Umspannwerk erfolgreich bezwungen. An der Hütte angekommen (21:30 Uhr), sind alle rausgesprungen, haben Radau und den Weizenwagen einsatzbereit gemacht. Dabei wurde immer wieder das einstudierte Lied gesungen:

„Christoph!     Mir sind mit m Weize da;
Christoph!    Mir sind mit m Weize da;
Christoph!   Du alter Neisaufdepp“.
… (usw.)

Die überraschten Feiernden, einschließlich Christoph, sind erfreut hergekommen und wollten auch gleich was zu trinken haben.
Es waren aber nicht so viele Partygäste zugegen, wie jeder gedacht hatte, trotzdem war gute Stimmung. Sie hatten dort sogar einen Grill mit einem Spanferkel drin, welches kurz nach der Ankunft heruntergenommen und verzehrt wurde.
Um viertel vor Elf hatte keiner mehr Lust zu bleiben und alle wollten nach dem langen Tag bzw. Tagen nur noch heim ins Bett. Einige konnten es nicht mehr abwarten und sind zu Fuß losgelaufen, andere konnten sich einen Fahrer organisieren und wieder andere hatten ihr Fahrrad mitgenommen.

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So ging ein gelungenes Los Krachos 2013 zu Ende und es bleibt nur noch eines zu sagen:

EINEN RECHT HERZLICHEN DANK AN ALLE HELFER!!!